Altersgruppen 6-15 Jahre
Schulalter
Die körperlichen Proportionen von Schulkindern entsprechen nun mehr oder weniger denen der Erwachsenen. Ihre sprachlichen Fertigkeiten entwickeln sich weiter und ihre sozialen Fähigkeiten reifen. Sie beherrschen nun nicht nur das Rollenspiel, sondern auch das Regelspiel übernimmt eine immer wichtigere Rolle. Kinder lieben in diesem Alter den Wettkampf, sie lieben es, den Erwachsenen zu zeigen, was sie können - und sie lieben es, zu gewinnen. Mit anderen Worten, Sportspiele können als Regeln begriffen werden und werden von Kindern dieser Altersgruppe eher verstanden.
Für Schulkinder ist der Abstand zum Vorschulalter, dem sie eben erst entwachsen sind, enorm. Schulkinder sind in ihren eigenen Augen schon "GROSS".
Aktivitäten für diese Altersgruppe dürfen also andere Mekmale aufweisen, als die traditionellen Spielplatzsignale. Diese Kinder geben gern an und verfügen, sofern sie sich normal entwickelt haben, über eine zunhemende körperliche wie soziale Beweglichkeit. Ältere Schulkinder haben seltsam geteilte Vorlieben: Einerseits lieben sie Herausforderungen und stehen neuen Ereignissen neugierig gegebüber. Andererseits lieben sie die traditionellen Spiele, wie zum Beispiel alle Arten von Fangspielen. Sie wollen Action, sitzen aber ebenso gern einfach zusammen und schwatzen.
Teenagerzeit und Erwachsen werden
Kein Lebensabschnitt wird so gehasst und so geliebt wie die Teenagerzeit. Für Kinder sollte diese Zeit eine Zeit des Erfolges sein: Endlich eingeführt ins Erwachsenenleben, endlich in der Lage, Dinge selbst zu meistern.
Teenager machen einen erstaunlichen Wachstumsschub durch. Abgesehen von einem größeren Schlafbedürfnis bringt der Wachstumsschub auch Herausforderungen für den Gleichgewichtssinn mit sich, was Kinder oft unbeholfen macht. Teenagern sollten also geeignete Gelegenheiten angeboten werden, ihr Gleichgewicht zu trainieren. Das jugendliche Hirn entwickelt seine kognitiven Fähigkeiten maßgeblich. Im sozialen Bereich müssen Teenager mit ihresgleichen zusammen sein können. Ihre Freunde sind innerhalb der Pubertät die einzigen, die verstehen können, wie ignorant Eltern sind und wie wenig man dagegen tun kann.
Teenager "spielen" nicht, sie "hängen ab". Gelegenheiten sich zu treffen und sich zu bewegen sind für das Gefühl der Zugehörigkeit und des Wahrgenommenwerdens für Teenager wichtiger als je zuvor in ihrem Leben.