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Das Recht der Kinder auf Spielen fördern
- ein spielerischer Abend im Deutschen Bundestag
Am 16. Mai luden die „International Play Association“ und das „KOMPAN Play Institute“ zu einem Abend über die Rechte von Kindern auf Spielen in Deutschland in den Deutschen Bundestag ein. Gregor Amann, Mitglied des Deutschen Bundestags für die SPD, richtete den Abend aus. Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Mitwirkende der deutschen Kinderkommission, UNICEF Deutschland und IPA Deutschland. Die Diskussion über das Recht der Kinder auf Spielen wurde moderiert vom IPA World Präsidenten, Michael Paris, nach einem Einführunsvortrag von Jeanette Fich Jespersen, Managerin des „KOMPAN Play Institute“.
„In Zeiten von zunehmendem Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern ist freies Spielen entscheidend für die Kinder aller Länder“, erörterte Herr Paris in seiner Eröffnungsrede. „Die IPA möchte sich für das Recht der Kinder auf Spielen in der Dritten Welt einsetzen, und zwar indem die Arbeit der „International Play Association“ in Europa unterstützt wird.“
In ihrem Vortrag betonte Frau Jespersen von KOMPAN die Tatsache, dass Achtung der Rechte von Kindern weitgehend bedeutet, ihr Recht auf Spielen anzuerkennen. „Freies Spielen draußen stimuliert nicht nur körperliche Aktivität. Spielwiesen und Spielplätze dienen auch einem demokratischen Zweck als Kulturträger und Treffpunkte zwischen den Generationen“, erklärte Frau Jespersen.
Während der anschließenden Diskussion lag der Schwerpunkt auf den kulturellen Aspekten, die die Anerkennung des Spielens in unseren Gesellschaften allgemein zur Folge hat. Erwachsene scheinen oft zu vergessen, dass Kinder das Spielen brauchen. Das freie Spiel ohne Vorgaben, welches ein natürlicher Teil der Kindheit der meisten Eltern war, existiert fast nicht mehr. Dies ist eine Bedrohung: „Die Tatsache, dass es zweckfreies Spielen im Freien kaum noch gibt, führt bei unseren Kindern nicht nur zu körperlichen Mängeln. Es beschränkt auch die Kreativität unserer Kinder. Kreativität ist lebenswichtig – in Zeiten der Globalisierung, sollen Länder wie Deutschland und Dänemark mit Hilfe von Innovation und Kreativität fortbestehen. Wenn wir unseren Kindern Flächen zum freien Spielen vorenthalten, dann könnten wir sehr wohl riskieren, unsere Gesellschaften zukünftiger Chancen zu berauben“, führte Frau Jespersen aus.
„Dieser Abend hat gezeigt, dass es nötig ist, Spielen und das Recht der Kinder in größerem Maße zu behandeln. Es ist ermutigend zu sehen, dass wir uns, gleich welcher politischen Richtung wir angehören, darüber einig sind, dass in diesem Bereich ein Handlungsbedarf besteht“, stellte Herr Amann abschließend fest.



