- Home >
- KOMPAN Play Institute >
- KOMPAN Play Institute - Helfen macht hilflos
| Helfen macht hilflos Ein Bericht über das Verhalten der Kinder erstellt vom Hamburger Forum – einer Organisation die zum Thema Kinder, Spielplätze und dem Spiel der Kinder forscht – zeigt, dass Kinder, die frei spielen mehr Erfolgserlebnisse haben als Kinder, die von wohlmeinenden Erwachsenen angeleitet und überwacht werden, wie z.B. Eltern und Lehrern. In den neun Beobachtungen, die der Bericht beinhaltet, ist die Tendenz deutlich: Wenn ein Erwachsener eine wohlgemeinte Warnung oder Instruktion dem Kind zuruft, ist das Risiko dafür, dass ein Unglück passiert größer, da das Kind die Konzentration zu verlieren riskiert. Natürlich kann ein Erwachsener Kinder anleiten, die Instruktionen müssen nur erst dann gegeben werden, wenn das Kind sie benötigt und nicht notwendiger Weise im Voraus. Das bemerkenswerteste Ergebnis des Berichts war, dass Kinder in der Regel völlig selbst dazu in der Lage sind, Risiken zu beurteilen. Sie nehmen nicht bewusst an Spielaktivitäten teil, die das Risiko sie in ernste Gefahr zu bringen beinhalten. Aber um ihre eigenen Grenzen zu überschreiten, um sich neue Fertigkeiten anzueignen und nicht zuletzt auf Grund der Spannung, bewegen sie sich manchmal außerhalb des Spielplatzes, um neue Spielaktivitäten zu finden, die zu ihrem Alter und ihren Fähigkeiten passen. Hierfür gibt es im Grift Parc in Utrecht ein gutes Beispiel. Neben einem großen Spielplatz liegt dort ein moderner Wohnblock. Eine Dachseite des Blockes liegt ca. 90 cm über dem Erdniveau, das Dach hat die Form eines großen Blattes bis zu einer Höhe von etwa 9 Meter. Den untersten Teil des Daches musste man absperren, um zu verhindern, dass Kinder mit Skateboards oder BMX-Rädern das Dach hinauf fuhren. All das geschah, während der Spielplatz direkt neben an lag. Die Pointe der Geschichte ist, dass das Risiken einzugehen ein natürlicher Teil des Heranwachsens ist. Wenn der Spielplatz zu langweilig ist, zu vorhersagbar oder – im schlimmsten Fall: nicht-existent – dann suchen die Kinder an anderen Orten Herausforderungen. |



